Sie sind hier:

Würdigung fürs Ehrenamt

Schon zum 14. Mal fand gestern (3. Dezember 2018) der große Senatsempfang "Bremen sagt Danke" statt, zu der die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport und der Senator für Inneres gemeinsam über 300 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in die Obere Rathaushalle eingeladen haben.

Senatsempfang

Der Innensenator Ulrich Mäurer und Staatsrat Jan Fries aus dem Sozialressort begrüßten die Gäste aus rund 70 Einrichtungen und Gruppen.
Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter der vielen Freiwilligen, die sich in den Einrichtungen der großen Wohlfahrtsverbände wie AWO, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, dem Diakonischen Werk und den Kirchen engagieren. Ob in Pflegeheimen oder Stadtteilzentren, dem Frauenzimmer für Obdachlose oder der Bereitschaft Sanitätsdienst und Rettungsdienst: die breite Palette an Hilfsangeboten wird oft nur durch die Arbeit der Ehrenamtlichen ermöglicht bzw. von diesen ergänzt. Vertreten waren auch die Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser sowie zahlreiche Initiativen, die beim Netzwerk Selbsthilfe, der Freiwilligen-Agentur oder beim Paritätischen organisiert sind.

Elvis Imitator

Der Abend startete mit fetziger Musik: der sympathische Elvis Imitator "Elvoice" sang bekannte Songs des Rockstars, "I am not Elvis, but I keep him alive."

Der internationale Tag des Ehrenamts am 5.12. ist ein guter Anlass, sich alljährlich bei den unzähligen freiwillig Engagierten im Land Bremen zu bedanken. Denn rund 43 % der Bevölkerung in Bremen sind ehrenamtlich aktiv. Sie engagieren sich, weil sie die Gesellschaft mitgestalten wollen und Freude im Umgang mit anderen Menschen haben.

"Häufig ist Ehrenamt fast unsichtbar, aber immer eine tragende Säule in Vereinen, in Initiativen, in staatlichen oder kirchlichen Einrichtungen, ich möchte sagen: Sie sind Alltagsheldinnen und Alltagshelden!", bedankte sich Staatsrat Fries in seiner Begrüßung bei den Ehrenamtlichen.

Moritz (Günni) Becker, jpg, 20.5 KB
Moritz (Günni) Becker

Moritz (Günni) Becker, 18 Jahre, ist seit seiner Kindheit bei den Pfadfindern aktiv. Das liegt in der Familie, denn auch seine Mutter, seine Schwester und Oma engagieren sich seit vielen Jahren dort. Begeistert erzählt er von der ehrenamtlichen Jugendarbeit beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), er selber leitet inzwischen zwei Gruppen für Kinder von 6 - 10 Jahren und für Jugendliche von 10 - 16 Jahren.
"Alle sind super offen, man kann dort sein, wie man möchte und findet schnell neue Freunde", erzählt er.

Liederbuch

Musik und Natur sind zwei wichtige Pfeiler der Gruppenarbeit, es wird viel gesungen. Und stolz stellt er sein neuestes Werk vor: das selbst gestaltete Liederbuch "Bremer Batzen", mit einer Sammlung von Illustrationen und Noten. Dank eines Zuschusses aus dem Jugend- und Sozialressort konnten die ersten Exemplare gedruckt werden.
Moritz Becker engagiert sich beim Pfadfinderstamm Lesmona aus Bremen-Horn, sie treffen sich am alten Naturcampingplatz am Unisee und in Horn. "Auch Mädchen machen bei uns mit, von den Gruppenleitungen sind vier Jungs und drei Mädchen", so Moritz.

Nähere Informationen unter www.stamm-lesmona.de

Aysegül Biricik und Lotta Kohlmann, Müze Huchting, jpg, 26.8 KB
Aysegül Biricik und Lotta Kohlmann

Aus dem Mütterzentrum Huchting sind zwei Mitarbeiterinnen zum Empfang gekommen, die neben ihrer hauptamtlichen Tätigkeit auch ehrenamtlich aktiv sind. Aysegül Biricik und Lotta Kohlmann haben unzähligen Familien aus Huchting bei den Anträgen für die Weihnachtshilfe unterstützt. "Im letzten Jahr wurden wir überrannt, es hat sich rumgesprochen und es sind auch viele Familie aus anderen Stadtteilen zu uns gekommen", berichtet Frau Kohlmann.

Das Referat Bürgerengagement bei der Senatorin für Soziales veranstaltet seit 1998 jedes Jahr zusammen mit dem Weser-Kurier die Aktion "Spendenaktion Weihnachtshilfe". Die diesjährige Aktion hat am 01.09.2018 begonnen, Einsendeschluss für die Anträge war der 31.10.2018. Gespendet werden kann das ganze Jahr.

"Jeder Antrag ist individuell und immer geht es darum, was brauchen die Kinder. Wir erfahren viel über die Familien und können bei Bedarf auch an andere Stellen weitervermitteln bzw. beraten", so Frau Biricik. Besonders hilfreich ist, dass beim Mütter- und Familienzentrum Huchting ein vielsprachiges Team arbeitet, die Mitarbeiterinnen können die Familien auf Englisch, Türkisch, Arabisch, Farsi und weiteren Sprachen beraten.

Mütter- und Familienzentrum Huchting e. V.